Fakten & Zahlen

Arbeitsbereich Opferhilfe


Ratsuchende

Frauen

Männer

 

Gewaltstraftaten

Körperverletzung

Häusliche Gewalt

Raubüberfälle

Überfälle am Arbeitsplatz

Mord / Totschlag (einschließlich Versuch)

 

Sexualstraftaten

Vergewaltigung / versuchte Vergewaltigung

Sexueller Missbrauch

Sexuelle Nötigung / Belästigung

Exhibitionismus

 

Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Bedrohung / Stalking

Nötigung

Entführung / Kindesentzug

Menschenhandel

Erpressung

Vermögensdelikte

Diebstahl

Einbruch

Betrug / Unterschlagung

Sachbeschädigung

 

Sonstige Delikte

Beleidigung / Verleumdung

Mobbing

Verkehrsunfall

Sonstiges

Psychosoziale Lebensberatung

2014

468

332

136

 

143

57

57

5

7

17

 

91

39

35

17

-

 

47

42

5

-

-

-

27

7

5

15

-

 

21

2

10

8

-

27

2015

489

331

158

 

162

96

43

8

7

8

 

75

23

35

16

1

 

58

45

10

2

1

-

42

6

13

22

1

 

15

7

2

6

-

27

2016

487

349

138

 

140

48

55

13

6

18

 

83

33

39

11

-

 

57

47

4

-

3

3

34

10

4

20

-

 

27

17

4

4

2

39



Arbeitsbereich Zeugenbegleitung

 Die HANAUER HILFE betreut auf Initiative des Hessischen Justizministeriums die Zeugenzimmer in Hanau und Offenbach.

Weiterführende Informationen zu den Sprechzeiten und Kontaktdaten sind in der nebenstehenden Spalte zu finden.

 


Fälle

 

Ratsuchende

Männer

Frauen

Betroffene

Zeugen

Angehörige

Soziale Institutionen

Sonstige

 

Gewaltstraftaten

Körperverletzung

Häusliche Gewalt

Raubüberfälle

Überfälle am Arbeitsplatz

Mord / Totschlag (einschließlich Versuch)

 

Sexualstraftaten

Vergewaltigung / versuchte Vergewaltigung

Sexueller Missbrauch

Sexuelle Nötigung / Belästigung

 

Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Bedrohung / Stalking

Nötigung

Menschenhandel

Erpressung

Vermögensdelikte

Diebstahl

Einbruch

Betrug / Unterschlagung

Sachbeschädigung

 

Sonstige Delikte

Beleidigung / Verleumdung

Mobbing

Verkehrsunfall

Sonstiges

 

Psychosoziale Lebensberatung

2014

90

 

154

98

56

64

43

30

5

12

 

43

27

7

2

-

7

 

11

8

1

2

 

12

9

3

-

-

13

5

1

7

-

 

4

-

-

4

-

 

-

2015

138

 

131

77

79

68

34

4

23

-

 

72

50

14

5

-

3

 

12

4

4

4

 

17

12

4

1

-

22

4

4

13

1

 

6

2

-

4

-

 

7

2016

120

 

191

70

121

64

53

31

10

33

 

37

11

7

8

3

8

 

14

5

4

5

 

15

8

2

3

 2

22

7

-

15

-

 

19

15

1

1

2

 

13


Das Zeugenzimmer nutzten durchgängig alle Altersgruppen. 2016 waren in 7% der Fälle Kinder und Jugendliche involviert und rund 50% der KlientInnen wurden in die Verhandlung hinein begleitet. Der Bedarf nach Zeugenbegleitung ist nicht von einer bestimmten "Schwere" des Delikts abhängig sondern von den Umständen des einzelnen Falles und dem jeweiligen Erleben der Betroffenen.

 

ln 2016 wurden 2/3 der KlientInnen durch den Justizbetrieb oder durch einen Hinweis in der Ladung auf das Angebot des Zeugenzimmers aufmerksam gemacht. In den übrigen Fällen fand der Zugang über Beratungsstellen, Rechtsanwälte oder die Polizei und Öffentlichkeitsarbeit statt. Bei weitergehendem Bedarf vermitteln die Mitarbeiterinnen des Zeugenzimmers z.B. an Beratungsstellen, Rechtsanwälte sowie an Arzte und Psychologen.


Arbeitsbereich Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) im Erwachsenenstrafrecht

Für den Täter-Opfer-Ausgleich eignen sich vorwiegend Strafverfahren der leichten bis mittelschweren Kriminalität.

 

Unsere Erfahrung aus 20-jähriger TOA-Praxis zeigt aber auch, dass die Eignung eines Falles für ein TOA-Verfahren oft mehr von den Umständen des Einzelfalles abhängt als von den Tatbeständen des Strafgesetzbuches. Der großen Mehrzahl der bearbeiteten Fälle lagen Körperverletzungsdelikte zugrunde. Aber auch Delikte wie Bedrohung, Nötigung, Hausfriedensbruch und Beleidigung wurden im TOA bearbeitet. Eher unterrepräsentiert waren Eigentumsdelikte wie Betrug, Diebstahl oder Sachbeschädigung.

 

Auszug aus unserer TOA-Statistik der letzten drei Jahre:

  

Bearbeitete Akten

mit Beschuldigten

mit Geschädigten

 

2014

92

110

121

2015

113

127

124

2016

99

114

115


Ein TOA-Verfahren ist nur dann durchführbar, wenn alle Beteiligten ihre Zustimmung dazu geben. Oftmals ist nur jeweils eine Seite, die Beschuldigten oder die Geschädigten, dazu bereit. In etwa der Hälfte aller Fälle geben sowohl die Beschuldigten als auch die Geschädigten ihr Einverständnis zu einem TOA-Versuch. In ca. 75% dieser Fälle kommt es dann auch zu einer außergerichtlichen Einigung und zur Unterzeichnung einer TOA-Vereinbarung, die in nahezu allen Fällen auch erfüllt wird.

 

Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein gut vorbereitetes und sorgfältig begleitetes Ausgleichsgespräch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Folgen der Straftat leisten kann. Es ist zudem oft ein erster Schritt zur Wiederherstellung des sozialen Friedens zwischen den Beteiligten. 

 

Geschädigte wie Beschuldigte haben die Möglichkeit, sich aktiv für ihre Interessen einzusetzen und eine als gerecht empfundene außergerichtliche Einigung auszuhandeln. Die Erfahrung, sich auf eine einvernehmliche Konfliktlösung geeinigt zu haben, erleichtert es vielen Beteiligten, mit dem Tatgeschehen abzuschließen.

 

In der Praxis kommen verschiedene Möglichkeiten der außergerichtlichen Einigung vor. Es sind häufig Entschuldigungen nach einem klärenden Gespräch, finanzielle Wiedergutmachungen (Schmerzensgeld, Schadenersatz) oder auch Spenden an eine gemeinnützige Einrichtung. Bei einer erfolgreichen Konfliktlösung besiegelt oftmals ein Handschlag symbolisch das Ende einer von beiden Seiten als psychisch belastend empfundenen Situation.